6. Mai 2022, Rund ums Bike

Natur, Sport, Abenteuer: Auf dem Rad durch Deutschland

Die Sommer 2020 und 2021 waren keine Saisons für Fernreisen und spektakuläre Trips. Die Urlaubspläne fielen daher in der Regel bescheiden und bodenständig aus. Obwohl in diesem Jahr wieder mehr möglich ist, greift die Vielzahl lieber zum Fahrrad und entscheidet sich für einen ausgedehnten Radurlaub vor der eigenen Haustür - und das kann aufregender sein, als es klingt.

Wer sich für einen Radurlaub entscheidet, der sollte vor und während dem Trip allerdings einige Dinge beachten. Die wichtigsten Punkte haben wir hier für Euch gesammelt.

Quer durchs Land oder lieber mit festem Standort?

Viele denken bei einer Radreise an längere Etappenreisen auf den klassischen Radfernwegen. Gerade für Einsteiger kann es jedoch entspannter sein, sich eine feste Unterkunft zu suchen und von dort die jeweilige Region mit dem Rad zu erkunden.

Ebenfalls für Einsteiger geeignet sind Flussradwege, weil sie gut ausgebaut und flussabwärts tendenziell bergab gehen. Diese Routen sind laut einer Analyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auch besonders beliebt: Die drei am häufigsten befahrenen Fernradwege Deutschlands 2021 führen entlang der Weser, Elbe und dem Main. Auf Platz vier folgt der Ostseeküsten-Radweg, der einen Abstecher auf die Insel Rügen macht.

Eine Radtour planen – Der Weg ist das Ziel

Da sich die Corona-Lage beruhigt hat, rechnet der ADFC für das laufende Jahr mit einem regelrechten Boom auf den Radwegen. Es lohnt sich daher womöglich, einmal eine noch unbekanntere Strecke zu testen. Alternativrouten abseits der Klassiker gibt es zahlreiche: Deutschland hat mehr als 250 Radfernwege und über 350 regionale Radrouten.

Egal ob flaches Friesland oder bayerische Berge: Um die perfekte Route entsprechend der eigenen Vorlieben zu finden, ist es ratsam, ein wenig durch Rad-Wanderführer zu stöbern oder mit der Hilfe von Apps wie Komoot oder Outdooractive eine Route zu planen.

Aktuell noch als Geheimtipp gilt der neu gebaute Fränkischen Wasserradweg. Dieser Radfernweg führt über rund 450 Kilometer, meist in Ufernähe, durch das Fränkische Seenland und seine Umgebung. Dabei locken Bademöglichkeiten und die UNESCO-Welterbestätte Dinkelsbühl.

Auch im Seenland Oder-Spree im erweiterten Berliner Umland können sich Rad-Reisende beim Segeln oder Wasserski abkühlen. Die Kurorte Bad Saarow, Buckow und Bad Freienwalde bieten außerdem Wellness- und Gesundheitsangeboten für müde Radlerbeine.

Vor der Tour: Fahrradcheck und Probefahrt

Bevor es auf Tour geht, sollten Rad und Radler(in) fit gemacht werden: Das Rad muss verkehrstauglich sein, und ausreichend Gepäck transportieren können. Geeignete Gepäckträger halten je nach Rad 10 bis 30 Kilogramm aus. Viele Räder lassen sich zudem mit einem zusätzlichen Träger vorne nachrüsten. Außerdem müssen unbedingt Reifen, Kette und Bremsen überprüft werden.

Die Reifen brauchen den richtigen Luftdruck und dürfen nicht spröde sein. Sind schon viele kleine Risse im Gummi, ist es besser, neue Reifen zu kaufen, weil sonst schnell ein platter Reifen oder sogar Unfall droht.

Selbst wer ein neues Rad hat, sollte damit nicht sofort auf Reise gehen. Um sich an das Rad zu gewöhnen und probehalber einen ganzen Tag auf dem Sattel zu sitzen, empfiehlt es sich, vor einem Radurlaub mehrere Tages- oder Wochenendtouren zu machen. Weitere Tipps, wie man sein Rad fit für die Saison macht, findet Ihr hier.

Das Rad richtig packen

Wer Luftpumpe, Flickzeug, ein Multitool-Werkzeugset und eventuell einen Ersatzschlauch einpackt, ist schon bestens ausgerüstet, falls unterwegs etwas schiefgehen sollte. Allerdings schadet es auch nicht zu wissen, wie man einen Schlauch flickt. Für die Sicherheit empfehlen wir außerdem dringend einen Helm zu tragen!

Beim Packen verstaut man Schweres möglichst nah am Rad. Dabei ist es praktisch, in den Taschen feste Plätze zu etablieren, damit man findet, was gerade benötigt wird. Kleidung nach dem Zwiebel-Prinzip, also mehrere dünne Schichten übereinander, spart Gewicht und ermöglicht die Anpassung an die jeweilige Witterung. Auch Getränke dürfen nicht fehlen.

Die beliebtesten Fernradwege für Radtouren in Deutschland

Der Weser-Radweg war 2021 der am häufigsten befahrene Radfernweg Deutschlands. Die rund 520 Kilometer lange Strecke vom Weserbergland zur Nordsee verdrängte den Elberadweg vom Spitzenplatz aus dem Vorjahr.

Unverändert auf dem dritten Rang liegt der Main-Radweg, der entlang des Flusses durch Bayern und Hessen führt. Der deutsche Abschnitt des Ostseeküstenradwegs und der Ruhrtal-Radweg komplettieren die Top 5. Das zeigt die aktuelle Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

Dies sind die Top 10 Fernradwege 2021:

  1. Weserradweg
  2. Elberadweg
  3. Main-Radweg
  4. Ostseeküstenradweg
  5. Ruhrtalradweg
  6. Altmühltal- /Altmühl-Radweg
  7. Donauradweg
  8. Rheinradweg
  9. Mosel-Radweg
  10. Fünf-Flüsse-Radweg

Radreisen noch immer unter Vor-Corona-Niveau

Im vergangenen Jahr wurden im Vergleich wieder mehr Radreisen unternommen– Rund vier Millionen Menschen machten laut dem ADFC eine Tour mit mindestens drei Übernachtungen. Das sind eine halbe Million mehr als im ersten Pandemiejahr 2020. Das Vor-Corona-Niveau wurde aber noch nicht wieder erreicht: 2019 zählte man rund 5,4 Millionen Fahrer.

Eine weitere Erkenntnis der Analyse: Rund vier von zehn Menschen (42 Prozent) nutzen für eine Radreise ein E-Bike. Das sind nach Angaben des Fahrrad-Clubs zehn Prozentpunkte mehr als noch 2020. Wer ein Rad mit elektrischer Unterstützung fährt, traut sich der Befragung zufolge häufig an längere (72 Prozent) und anspruchsvollere, hügeligere Strecken (53 Prozent) heran.

Die aktuelle Radreiseanalyse basiert laut ADFC dabei auf einer Umfrage unter knapp 10 300 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern. Die Erhebung wird seit 1999 durchgeführt.

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